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Flagge des deutschen Kaiserreichs Das meistverwendete Symbol für die deutsche Monarchie und ihre Anhänger ist die Flagge des deutschen Kaiserreiches. Ihren Ursprung hat sie im 19. Jahrhundert: Der im Jahre 1866 gegründete Norddeutsche Bund (ein Militärbündnis, das mehr als zwei Drittel des damaligen deutschen Gebietes umfasste) wurde 1867 per Verfassung in einen deutschen Bundesstaat umgewandelt. Zuerst wurde ein einheitliches Hoheitszeichen zur See gesucht: Auf den Vorschlag des Sekretärs der Handelskammer Hamburg hin kombinierte man die Farben Preußens (schwarz und weiß) mit denen der Hansestädte (weiß und rot), da zur damaligen Zeit nur Preußen und die Hansestädte Schiffe besaßen. So entstand Schwarz-Weiß-Rot als Flagge der Kriegs- und Handelsmarine des Norddeutschen Bundes, wurde dann auch dessen Nationalflagge und schließlich auch die des 1871 gegründeten deutschen Kaiserreichs.
Nach dem Ende der Monarchie 1918 war die schwarz-weiß-rote Trikolore noch bis 1922 Nationalflagge der Deutschen Republik, wurde dann aber von Schwarz-Rot-Gold abgelöst. Im März 1933, kurz nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten erließ Reichspräsident Paul von Hindenburg die Verordnung, dass Schwarz-Weiß-Rot und die Hakenkreuzflagge der NSDAP bis zur endgültigen Regelung der Flaggenfrage vorläufig gemeinsam zu hissen seien – faktisch war sie neben der Hakenkreuzflagge also wieder Nationalflagge. 1935 wurde das angeblich zu rückwärtsgewandte Schwarz-Weiß-Rot als solche wieder abgeschafft und nur noch die Flagge der NSDAP war offizielle Flagge Deutschlands.
In der heutigen Zeit wird die schwarz-weiß-rote Trikolore häufig von rechtsextremen Gruppierungen bei Aufmärschen und Kundgebungen verwendet, wohl weil sie zwischen 1933 und 1935 Nationalflagge der Nazidiktatur war. Wahrscheinlich ist es auch als Andeutung der heute verbotenen Hakenkreuzflagge gemeint, die sich aus denselben Farben zusammensetzt. Die Verwendung der Kaiserreichsflagge durch Rechtsradikale wird von einigen Monarchisten als Missbrauch gewertet, weil sie dadurch zu Unrecht mit der nationalsozialistischen Ideologie verknüpft wird: Bekanntermaßen hat sich diese falsche Ansicht durchgesetzt, da Schwarz-Weiß-Rot heute nahezu flächendeckend mit rechtsradikalen Strömungen verbunden wird.
Auch die Monarchisten in Deutschland verwenden die Flagge: Sie sind aber demokratisch gesinnt und wollen unsere politischen Werte nicht zerstören sondern durch die Monarchie fördern und festigen. Schwarz-Weiß-Rot ist ein Symbol der deutschen Monarchie und nicht des Faschismus: Sie richtet sich in keiner Weise gegen die Freiheit und die Demokratie und verkörpert auch sonst in keiner Weise totalitäre Ideen und Bewegungen. |
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Flagge des Königreichs Preußen Links abgebildet ist die letzte Flagge des deutschen Staates Preußen als Königreich. Sie war offizielle Nationalflagge von 1892 bis 1918, bis das Land nach der Abschaffung der Monarchie in Deutschland in einen republikanischen Freistaat innerhalb der Weimarer Republik umgewandelt wurde.
Unter Monarchisten symbolisiert diese Flagge Preußen und das Haus Hohenzollern, das zwischen 1871 und 1918 die deutschen Kaiser stellte. Sie ist Ausdruck des Bestrebens, dass im Fall der Wiedereinführung der deutschen Monarchie Preußen als Bundesland mit Berlin als Hauptstadt wiedergegründet werden und die regierende Dynastie wieder das Haus Hohenzollern als deutsches Kaiserhaus und preußisches Königshaus werden soll. |
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Flagge der Kaisertreuen Jugend Die Kaisertreue Jugend ist eine 1922 gegründete monarchistische Organisation. 1934 wurde sie von der NSDAP aufgelöst, seitdem bestand sie nicht mehr als offizieller Verband. Am 27. Januar 2007 wurde sie in Berlin als vorerst nicht eingetragener Verein offiziell wiedergegründet. Die Flagge der Kaisertreuen Jugend setzt sich aus drei Farben zusammen: Blau als politisch unverbrauchte Farbe, Weiß als Symbol für die monarchistische Bewegung (s.u.) und Gelb als Rückgriff auf die kaiserliche Farbe des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation (962-1806). In der Mitte der Flagge ist die Krone des Kaiserreiches abgebildet (siehe dazu unten). |
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Krone des Deutschen Kaiserreichs Diese Krone hat es als solche nie gegeben, es existiert lediglich ein Entwurf aus dem Jahr 1871 (das Gründungsjahr des Kaiserreiches), der an die Krone des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation angelehnt war. Ein Modell von ihr wurde im Hohenzollernmuseum im Berliner Schloss Monbijou aufbewahrt, verschwand dann aber während des zweiten Weltkrieges spurlos und ist bis heute verschollen.
Auch wenn die Krone selbst niemals angefertigt wurde, war sie bis 1918 ein heraldisches Emblem der deutschen Kaiser: Sie ist z.B. auf dem Staatswappen des Kaiserreichs, dementsprechend auch auf den Goldmarkmünzen (also der damalige Währung), und auch auf dem Reichstagsgebäude in Berlin zu finden. Bis heute verwendet Tradition und Leben e.V. (eine deutsche monarchistische Arbeitsgemeinschaft) die Kaiserkrone von 1871 als Logo (welches links abgebildet ist). Auch in der Flagge bzw. dem Logo der Kaisertreuen Jugend ist sie enthalten (s.o.). |
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Die Farbe Weiß
Weiß als Farbe der Monarchie und des Monarchismus hat in Europa eine weit zurückreichende Tradition: So war beispielsweise in Frankreich in Anwesenheit des Königs eine weiße Flagge gehisst – auch der weiße Streifen der heutigen französischen Flagge (die während der französischen Revolution entstand) steht für den König von Frankreich. In Russland schlossen sich in der Revolutionszeit nach der Abdankung von Zar Nikolaj II. von Russland (15. März 1917) u.a. die russischen Monarchisten zur „Weißen Armee“ zusammen. |
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Schwarz-Rot-Gold Schwarz-Rot-Gold ist hier separat aufgeführt, weil sie kein monarchistisches Symbol ist. Der Grund dafür, dass sie dann überhaupt hier steht liegt schlicht darin, dass sie oft fälschlicherweise als republikanisches, antimonarchisches Symbol angesehen wird. Die kaiserlichen Farben des Heiligen Römischen Reiches waren Schwarz und Gold. Seit dem 12. Jahrhundert setzte man in den goldenen kaiserlichen Schild einen schwarzen Adler (schon seit der Antike das Symbol des Reiches) ein, dessen Schnabel und Fänge seit dem 14. Jahrhundert rot gefärbt wurden. Dies ist der am weitesten zurückliegende Beleg für die deutschen Farben Schwarz-Rot-Gold. Einen weiteren Bezug findet man im 19. Jahrhundert: Während der Befreiungskriege gegen Napoléon I. von Frankreich zwischen 1813 und 1815 formierte sich eine Freiwilligeneinheit der preußischen Armee, das „Lützowsche Freikorps“. Die Kämpfer dieser Einheit wählten für den Kampf für die Freiheit Deutschlands eine schwarze Uniform mit roten Vorstößen und goldfarbenen Messingknöpfen. Erstmals als Flagge verwendet wurden die Farben während der Märzrevolution 1848. Ziel der Revolutionäre waren unter anderem die Schaffung eines deutschen Nationalstaates auf freiheitlich-demokratischer Grundlage. Sowohl republikanische als auch monarchistische Kämpfer (die Revolution wurde von Vertretern beider Seiten mitgetragen) verwendeten Flaggen in den Farben Schwarz, Rot und Gold: Die Republikaner von links nach rechts in Anlehnung an die Flagge Frankreichs, die Monarchisten in der noch heute bestehenden, links abgebildeten Form von oben nach unten. Die schwarz-rot-goldene Trikolore ist die ehemalige Flagge der Weimarer Republik, der DDR (von 1949 bis 1959, als das Staatswappen hinzugefügt wurde) und bis heute die Flagge der Bundesrepublik Deutschland. Das und die Tatsache, dass sie zu Beginn des 20. Jahrhunderts u.a. seitens der Monarchisten sehr abschätzig betrachtet wurde, täuscht leider oft darüber hinweg, dass die schwarz-rot-goldene Trikolore in der Frage nach Monarchie oder Republik neutral ist, was nicht zuletzt durch die beidseitige Verwendung der Farben während der Märzrevolution 1848 belegt ist – Sie ist ein Symbol für Freiheit, Einheit und Demokratie in Deutschland, Tugenden, die nicht an die Republik gebunden sind. Somit ist jeder einseitige Anspruch auf Schwarz-Rot-Gold (genauso wie auf die Demokratie) von republikanischer Seite nicht gerechtfertigt. |